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Neue Pläne

Liebe Mitglieder und Frankreichfreunde,      

das neue Jahr hat nun leider gar nicht so neu und euphorisch angefangen, wie wir es uns erhofft haben, und wir starten weiter mit Corona. Immerhin geben uns die angelaufenen Impfungen dagegen eine Hoffnung, dass „das Leben“ irgendwann wieder weiter gehen kann! 

Bis zu regierungsamtlichen Lockerungen sehen wir im Vorstand vom Partnerschaftsverein von konkreten Plänen ab – aber Sie können sicher sein, dass wir unsere Jour-Fixes am jeweils 2. oder dritten Mittwoch bzw. Donnerstag des Monats sofort wieder aufgreifen werden. Auch unsere Mitgliederversammlung haben wir weiter für Mai geplant …. sehen Sie unseren aktualisierten  Jahresplan im Anhang.

Eines mussten wir aber schon anpassen: Beethovens 250. Geburtstagsfeier BTHVN 2020 mit den Orchestern unserer Nachbarkommunen und deren Partnerstädten  wurde noch einmal verlegt: Nachdem ja in ganz Europa momentan noch alles geschlossen ist, kann auch europaweit kein Orchester proben …. Aus diesem Grund wurde das Großereignis so umgeplant, dass wir es hoffentlich wirklich durchführen können: Eine Hybrid-Veranstaltung im Rheinbacher Freizeitpark am Samstag, 11.9.2021.

Hier sollen alle Orchester virtuell online „auftreten“ auf einer großen Videoleinwand. Je nach Corona-Situation nur als Freiluft-Kino, oder – am liebsten –  mit einigen Live-Musikern von Tomburg-Winds und anderen. Bevor wir wieder auf Gastgebersuche gehen, warten wir erst einmal den Juni ab – aber halten Sie sich schon einmal das zweite Septemberwochenende frei! 

Wir hoffen sehr, dass wir in Kürze wieder bessere Nachrichten für Sie haben, und dass wir uns in absehbarer Zeit in fröhlicher Runde persönlich wieder sehen können. In der Zwischenzeit soll Ihnen das Rezept im Anhang wieder ein bisschen „Frankreichfeeling“ bringen: Es ist gerade im Umkreis von Lille beheimatet.

Mit herzlichen Grüßen und – bleiben Sie gesund!

Ihre Monika Wolf-Umhauer

Kreativ mit den Einschränkungen umgehen ….

Liebe Frankreichfreunde,die Pandemie trifft uns alle hart, in allen Altersgruppen und Ländern, und schränkt unser Leben massiv ein.dass man damit aber auch kreativ umgehen kann, beweisen unsere französischen Freunde, die wir ja schon lange für ihre Fröhlichkeit lieben!So kommt im Januar 2021 als „Wort zum Tage“ ein bewegter musikalischer Bilderbogen: Wohl wissend, dass längst nicht alle unter Ihnen bei Facebook registriert sind, sende ich Ihnen doch den „Jahresrückblick“ des Chors Baladissimo de Quesnoy (geleitet von unserer Catherine Mille). Aber vielleicht kennen Sie ja jemand, der Sie mal reingucken lässt? (Es gibt leider keine Homepage, auf der wir dieses Video finden könnten) Viele der Sängerinnen und Sänger waren sowohl beim Chöre-Treffen an Pfingsten 2013 als auch später schon einmal bei uns in Swisttal, vielleicht erkennen Sie den/die ein oder andere wieder?


https://www.facebook.com/1158588040976625/videos/424681418785053/?sfnsn=scwspmo


Vor allem können uns „unsere“ Franzosen einmal mehr vormachen, wie man trotz Einschränkungen (die in Frankreich deutlich härter waren als bei uns!) seine gute Laune und den Kontakt zu lieben Mitmenschen behalten und das Beste aus der Situation machen kann.Nehmen wir uns ein Beispiel daran !
Bleiben Sie also gesund – und fröhlich-entspannt kreativ!
IhreMonika Wolf-Umhauer

Weihnachtsgrüße

Liebe Mitglieder und Frankreichfreunde,

nun ist es fast geschafft, dieses „abgesagte“ Jahr 2020, das alle unsere Gewohnheiten und selbstverständlichen Gewissheiten völlig über den Haufen geworfen hat.

Wir vom Vorstand des Partnerschaftsvereins hoffen und wünschen Ihnen, dass Sie und Ihre Lieben es gesund und an Leib und Seele unbeschadet überstanden haben!

Leider wurden die meisten unserer Pläne des Jahres komplett „von oben“ gekippt. Die Mitgliederversammlung, das Sommerfest, die meisten Jours Fixes – alles abgesagt.  Und erst das besonders hochfliegenden Vorhaben mit dem BTHVN 2020-Fest „Die Jugend Europas trifft Beethoven“ – Kaum hatten wir 50 französische Musiker für das Himmelfahrtswochenende in Swisttaler Familien privat untergebracht, schon kamen die Absagen aus den Partnerstädten ….

Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: Vor kurzem hat Claus Kratzenberg mit der VHS, der Musikschule zusammen mit den anderen Partnerschaftsvereinen aus Rheinbach und Meckenheim ein neues „hybrides Konzept“ für die Begegnungen vorgelegt, so dass wir Himmelfahrt 2021 (13.-16.5., bitte festhalten!) auf jeden Fall Beethovens Geburtstag mit unseren französischen Freunden feiern können! Nähere Informationen folgen zeitnah. (Im Anhang schon einmal unser neues Jahresprogramm ….)

Auch das bevorstehende Weihnachtsfest wird „ganz anders“ werden, als wir es gewohnt sind. Und bevor Sie im ganz kleinen Kreis unterm Weihnachtsbaum sitzen, gibt Ihnen Stéphanie Duhr  in unserer Reihe „Gedanken zum Tage“ einen kleinen Einblick in die Traditionen der Franzosen am Weihnachtstag. Nachdem das Jahr 2020 schon weniger erlesen und arm an Höhepunkten war – vielleicht kann ja Weihnachten zu zweit allein nach diesem Beispiel zu einem besonderen Clou werden? Genießen Sie es!

Mit diesen versöhnlichen Ausblicken wünschen wir Ihnen und den Ihren ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr: Bleiben Sie standhaft, halten Sie die gegebenen Regeln ein – und hoffen Sie mit uns auf ein „normaleres“ Jahr 2021, in dem wir uns auch persönlich wiedersehen können.

Bleiben Sie gesund „negativ“ und gehen Sie zuversichtlich ins Neue Jahr
Ihre

Monika Wolf-Umhauer 

Schon wieder eine Absage – Gedanken zum Tage

Liebe Mitglieder und  Frankreichfreunde,

nun ist es amtlich: Die Gaststätten bleiben auch über den 30.11. hinaus bis kurz vor Weihnachten (?) geschlossen, und „Versammlungen“ mit mehr als 5 Personen aus verschiedenen Haushalten sind nicht anzuraten…. 

Das bedeutet, unser traditionelles, bereits gebuchtes Weihnachtsessen bei Belderbusch muss ersatzlos gestrichen werden. Es gibt, das muss auch ich einsehen, keine Möglichkeit mehr für ein Treffen im Jahr 2020.

Um Euch/Ihnen trotzdem die kalten (!) und trüben Wintertage ein wenig aufzuheitern, habe ich ein bisschen gestöbert und eine hübsche Anregung gefunden, die uns mit Frankreich verbinden kann: 

Advent ist schließlich Lesezeit – und in Coronazeiten mit Kontaktbeschränkung schon gar: Ob Roman, Krimi, Herz oder Historie – hier kommen ein paar Buchtipps aus einem Frankreich-Blog, um die langen Abende, die Herbst und Winter für uns bereit halten, gemütlicher zu machen. 

Gute Unterhaltung mit viel Frankreich-Flair!

Und – auch, wenn es nicht aus der Heimat unserer Städtepartner kommt – hänge ich für den richtigen Adventsduft noch ein paar französische Plätzchenrezepte an.

Viel Spaß beim Backen und Schmökern mit Frankreichfeeling!

In diesem Sinne wünsche ich Euch/Ihnen allen gemütliche Adventstage, 

auf ein gesundes Wiedersehen!


Übrigens: Plätzchen enthalten nur ganz wenig Vitamine – deshalb muss man davon etwas mehr essen ….

Ein Adventslicht für Frankreich

Sogar die eingeladenen Gäste zum Beethovenfest wurden im Mai wieder ausgeladen – wo gibt es denn so etwas?!  Dieses „besondere Jahr“ hat ziemlich alle Pläne durchkreuzt, die die Partnerstädte Swisttal und Quesnoy-sur-Deûle im 30. Jahr ihrer Partnerschaft hatten. 

Das war schon sehr traurig, und darüber können auch die vereinzelten Mail- und Whats-App-Kontakte mit den Franzosen nicht darüber hinweghelfen.

„Da kam die Anregung des Frankreichfreundes Arthur Müller genau richtig!“, sagt die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Monika Wolf-Umhauer. Er übrgab der Bürgermeisterin zwei besondere Adventskalender, an dem sowohl im Swisttaler als auch dem Quesnoyer Rathaus als Symbol des Gedenkens ein Kerze angezündet wird. Jeden Tag wandert die Kerze mit dem jeweiligen Stadtwappen des Partners, gestaltet von Katharina Grell, ein Stückchen weiter. 

„Wir werden dieses besondere Adventslicht als Aufmunterung für unsere Freunde in Quesnoy versenden,  die zum zweiten Mal in Coronazeiten deutlich härter getroffen werden als wir“, so Wolf-Umhauer. Es soll die Freunde ein bisschen trösten, denn heute sei noch nicht absehbar, ob wenigstens 2021 ein Treffen stattfinden könne. 

Doch man lerne jeden Tag ein Stückchen besser, mit Corona umzugehen „und werden und wollen es schaffen, im nächsten Jahr das „große Beethovenfest“ gemeinsam zu realisieren!“ In diesem Sinne wünschen wir Swisttaler unseren Freunden in Quesnoy-sur-Deûle eine gute Adventszeit und frohe Weihnachten.

Anschreiben an die Franzosen (gekürzt)

Chers amis de Swisttal, 

avec ces lumières de l’Avant, nos chaleureuses pensées vous accompagnent, à défaut de pouvoir vous rencontrer personnellement. Armez-vous de courage, gardez le moral et la santé. Avant le retour à la normale, nous trouverons une façon originale de célébrer malgré tout le festival de Beethoven l’an prochain. Pour l’heure, nous vous souhaitons un temps de l’Avant paisible ainsi que de joyeuses fêtes de Noël, en famille, dans la mesure du possible. 

Liebe Freunde von Swisttal, 

Mit diesem Adventskalender sind unsere warmen Gedanken bei euch, weil wir und nicht persönlich treffen können. Wappnet euch mit Mut, bewahrt eure gute Laune und bleibt gesund. Bevor wir zur Normalität zurückkehren, werden wir einen sicheren Weg finden, das Beethovenfest trotz allem im nächsten Jahr zu feiern. Vorerst wünschen wir euch eine friedliche Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest, so weit wie möglich im Kreise eurer Familien. 

Absage der Mitgliederversammlung des Partnerschaftsvereins

Liebe Mitglieder und Frankreichfreunde,      

sicher haben Sie es schon geahnt: Die neuen bundesweiten Verfügungen zur Eindämmung der Pandemie erlauben es auch nicht in einem noch so großen Ballsaal, dass wir uns persönlich treffen…. Gemäß den Vorgaben der Bundes und Landesregierung sollen wir alle möglichst zuhause bleiben – und dem dürfen wir uns nicht widersetzen.

Deshalb hat der Vorstand des Partnerschaftsvereins e.V. einstimmig beschlossen, die für 2020 vorgesehene und bereits einmal vertagte Mitgliederversammlung in das erste Quartal 2021 zu verschieben, soweit dann die Auswirkungen der Corona-Pandemie dies zulassen.

Da in 2020 auch die Neuwahl des Vorstandes ansteht, hat der Vorstand die möglichen Alternativen zu einer Präsenzveranstaltung für nicht geeignet angesehen.

Nach § 7 Absatz 3 unserer Satzung bleibt der Vorstand bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt.

Fürs erste geben wir Ihnen aber schon einmal unsere Rechenschaftsberichte schriftlich zur Kenntnis, und ein paar Bilder zur freundlichen Erinnerung.

Wir hoffen, dass Sie unter den besonderen Bedingungen des Jahres 2020 Verständnis dafür aufbringen, die Mitgliederversammlung in 2021 zu verschieben.

Ob wir unseren für den 9. Dezember geplanten (und bei „Belderbusch“ in Miel gebuchten) Termin für das Weihnachtsessen beibehalten können, muss die Zukunft zeigen. Aber halten Sie den Termin doch auf jeden Fall einmal in ihrem Kalender fest! Und drücken Sie die Daumen, dass das in diesem Jahr ausgefallene Beethoven-Geburtstagstreffen mit Orchestern aus 5 Nationen (organisiert mit der Musikschule und den Nachbarkommunen)   wenigstens vom 13.-16.5.2021 stattfindetn kann!

Vorab bedankt sich der Vorstand für Ihr Verständnis, bleiben Sie gesund und dem Verein gewogen! Vielleicht nutzen Sie die Zeit bis zum Wiedersehen, für unseren Verein ein paar neue Mitglieder in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zu werben?

Zu unserer neuen Reihe „Ein Wort zum Tage“

sandte uns unser Mitglied Anne Bernard-Suchannek folgendes Schreiben: Wie sich die Zeiten ähneln …. Vielleicht haben auch Sie einmal einen kleinen Beitrag? Dankeschön, liebe Anne!

LETTRE de Mme de Sévigné à sa fille, le jeudi 30 Avril 1687 

«Surtout, ma chère enfant, ne venez point à Paris».
Plus personne ne sort de peur de voir ce fléau s’abattre sur nous, il se propage comme un feu de bois sec. Le roi et Mazarin nous confinent tous dans nos appartements.
Monsieur Vatel, qui reçoit ses charges de marée, pourvoie à nos repas qu’il nous fait livrer.
Cela m’attriste, je me réjouissais d’aller assister aux prochaines représentations d’une comédie de Monsieur Corneille „Le Menteur“, dont on dit le plus grand bien.
Nous nous ennuyons un peu et je ne peux plus vous narrer les dernières intrigues à la Cour, ni les dernières tenues à la mode.
Heureusement, je vois discrètement ma chère amie, Marie-Madeleine de Lafayette, nous nous régalons avec les Fables de Monsieur de La Fontaine, dont celle, très à propos, «Les animaux malades de la peste»! «Ils ne mouraient pas tous, mais tous étaient frappés»“.
Je vous envoie deux drôles de masques; c’est la grand’mode. Tout le monde en porte à Versailles. C’est un joli air de propreté, qui empêche de se contaminer.
Je vous embrasse, ma bonne, ainsi que Pauline. 

C’ÉTAIT IL Y A 333 ANS 

„Mein liebes Kind, kommt bloß nicht nach Paris“.
Niemand mehr geht nach draußen, vor Angst , dass diese Plage auf uns niederprasselt. Sie verbreitet sich wie ein Feuer im trockenen Holz. Der König und Mazarin haben uns allen verordnet, in unseren Wohnungen zu bleiben.
Herr Vatel, der seinen Lieferungen vom Meer bekommt, sorgt für unsere Mahlzeiten, die er uns liefern lässt.
Es macht mich traurig, ich hatte mich gefreut, an den kommenden Vorstellungen einer Komödie des Herren Corneille, „Der Lügner“, teilzunehmen, vorüber viel Gutes erzählt wird.
Wir langweilen uns etwas und ich kann euch weder von den letzten Intrigen am Hofe erzählen, noch mehr von den letzten modischen Kleidungen.
Zum Glück treffe ich ganz diskret meine liebe Freundin, Marie-Madeleine de Lafayette. Wir amüsieren uns mit den Fabeln von Herrn de la Fontaine, eine davon sehr passend, „Die an der Pest erkrankten Tiere!, sie starben nicht alle, aber alle waren befallen“. 
Ich schicke euch zwei witzige Masken; es ist hier große Mode. Alle in Versailles tragen eine. Es ist eine schöne Art der Sauberkeit, die verhindert, sich anzustecken.
Ich küsse euch, meine Liebe, sowie auch Pauline. 

DAS WAR VOR 333 JAHREN !!